Das Anwesen
Willkommen im Herzen des Collio
Mineralität und Aromen der Weine, die Vielfalt der Flora, die Milde des Klimas: Darin drückt sich der Adel dieser Erde aus.
Ein Familienanwesen auf dem Monte Quarin, im Herzen des Collio, nur wenige Schritte von der slowenischen Grenze entfernt.
Der alte Weinkeller
Der alte Keller aus unverputztem Naturstein ist die Wiege unserer Weine.
Wir lesen die Trauben Beere für Beere in später Handlese, aus Weinbergen, deren ältester bis ins Jahr 1938 zurückreicht – eine der ältesten Anlagen im gesamten Friaul.
Die jahrhundertealten, dicken und teils in den Boden eingelassenen Mauern halten das ganze Jahr über auf natürliche Weise eine konstante Temperatur: eine Umgebung, die man heute als „kontrolliert” bezeichnen würde, die hier aber schlicht das Ergebnis des Baugeschicks jener ist, die vor Jahrhunderten den Stein des Monte Quarin wählten, um die Frucht der Ernte zu schützen. In dieser kühlen, feuchten Stille, unter gewölbten Steindecken, finden die Weine Zeit und Raum, um fernab von Temperaturschwankungen und direktem Licht zu reifen.
Der historische Weinberg
Reben, die in der Ponca des Collio verwurzelt sind und die Erinnerung an fast hundert Jahre Weinlese bewahren. Aus diesen alten Stöcken entstehen kleine, konzentrierte Trauben, Zeugen einer Arbeit, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
Die Wurzeln dringen tief in jenen sandigen Mergel ein, den man hier Ponca nennt, einen brüchigen, mineralreichen Boden, den Zeit und Regen zu sanften Hängen geformt haben. In dieser uralten, nach Süden ausgerichteten und vor kalten Nordwinden geschützten Erde haben die Reben gelernt, gerade so viel zu leiden, wie nötig ist, um ihr Bestes zu geben: von Natur aus geringe Erträge, Wurzeln, die auf der Suche nach Nährstoffen tief graben, kleine, konzentrierte Beeren, die die ganze Intensität des Collio in sich tragen.
Jeden Winter folgt der Rebschnitt noch den Handgriffen derer, die vor uns kamen: eine geduldige Handarbeit, die den langsamen Rhythmus der Pflanze mehr respektiert als die Anforderungen der Produktion. Es ist ein Weinberg, den man nie ersetzen, sondern stets bewahren wollte, denn in diesen fast hundertjährigen Rebzeilen steckt eine Biodiversität und aromatische Komplexität, die keine Neuanpflanzung auf dieselbe Weise wiedergeben könnte. Hier zu ernten bedeutet, bis heute, die Frucht eines Weinbergs einzubringen, der drei Eigentümerfamilien und fast ein Jahrhundert Geschichte durchlaufen hat.
Die Arbeit im Weinberg
Das Anwesen wird hauptsächlich mit Reben bewirtschaftet, doch nach den alten Anbauformen dieser Gegend finden sich hier auch Oliven-, Kirsch-, Pflaumen-, Apfel-, Birnen-, Kaki-, Feigen-, Mirabellen- und Walnussbäume.
Ihre Düfte verbreiten sich in der Luft und finden sich später in den sensorischen Noten unserer Weine wieder.
Es ist eine Anbauweise, die man heute als Polykultur bezeichnen würde, die hier aber schon immer so war: Die Rebe wächst nicht isoliert, sondern neben den Obstbäumen, die die Pastini des Collio seit jeher säumen, nach einem landwirtschaftlichen Konzept, das ursprünglich für die Familie gedacht war, noch bevor es dem Markt diente. Jede Pflanze hatte und hat noch heute ihren Platz und ihre Jahreszeit: die Kirschbäume, die den Frühling eröffnen, die Feigen und Pflaumen, die unter der Augustsonne reifen, die Kakis und Äpfel, die den Herbst begleiten, bis hin zu den Walnüssen, die erst nach Abschluss der Weinlese geerntet werden.
Dieses Miteinander ist nicht nur ein landschaftliches Erbe, sondern eine Balance, die man im Glas spürt. Der Pollen der Olivenbäume, der Schatten der Walnussbäume, die von den Obstgärten gespeicherte Feuchtigkeit: All dies trägt zu einem einzigartigen Mikroklima bei, das den Weinen Nuancen verleiht, die kein monokulturell bewirtschafteter Weinberg hervorbringen könnte. Den Weinberg zu bearbeiten bedeutet auf der Tenuta bis heute, sich um dieses gesamte Ökosystem zu kümmern, nicht um eine einzelne Kultur.
